Ufopflanze, groß
Pilea peperomioides
Runde Blätter auf dünnen Stielen, die freundlichste Form unter den Zimmerpflanzen. Braucht einen hellen Platz am Ost- oder Westfenster und bedankt sich mit Ablegern.
Raum
Das Wohnzimmer ist meist das hellste und wärmste Zimmer, deshalb geht hier fast jede Pflanze. Die Frage ist nicht, welche überlebt, sondern welche den Raum ruhiger macht. Hier findest du sechs Arten für Sideboard, Esstisch und Fensterbank, die eine Pflanze fürs helle Fenster, passende Gefäße und die Regel von Leerraum und Maß.
Fürs Wohnzimmer eignen sich Ufopflanze, Korbmarante, Zwergpfeffer, Nestfarn, Efeutute und Schlangenbart in der Schale. Bei 20 bis 22 °C und trockener Heizungsluft kommen alle sechs zurecht, wenn sie nicht direkt über dem Heizkörper stehen. Ein Akzent wirkt durch Leerraum: eine Pflanze mit Platz drumherum beruhigt den Raum mehr als zehn Töpfe. Die eine Pflanze fürs Wohnzimmer ist die Ufopflanze (Pilea peperomioides).
Raum-Steckbrief
Drei Bedingungen, zwei davon angenehm. Die dritte entscheidet, welche Arten nicht in Frage kommen.
Wohnexperten empfehlen fürs Wohnzimmer 20 bis 22 °C, wärmer als Schlafzimmer und Flur. Zwergpfeffer, der nicht unter 18 °C will, und Ufopflanze mit 15 bis 24 °C sind hier zu Hause. Schlangenbart steht im Winter lieber kühler.
Im Winter sinkt die Luftfeuchte durch die Heizung oft unter die üblichen 40 bis 60 Prozent. Dickblättrige Arten merken das kaum, Korbmarante und Nestfarn schon. Beide gehören weg vom Heizkörper, und ein Hygrometer daneben nimmt das Raten weg.
Das Wohnzimmer hat meist die größten Fenster der Wohnung. Direkt davor wächst alles, was hell und indirekt will, etwa die Ufopflanze. Am Sideboard gegenüber kommt oft nur ein Bruchteil an; dort stehen Korbmarante, Nestfarn und Efeutute besser.
Die eine Pflanze
Pilea peperomioides, Brennnesselgewächs aus Südwestchina
Wenn nur eine Pflanze ins Wohnzimmer soll, dann diese. Die Ufopflanze hat runde Blätter auf dünnen Stielen, die wie kleine Schirme in alle Richtungen zeigen. Diese Form erkennt man von der anderen Seite des Raums, und genau das braucht ein Akzent: eine Silhouette, keine Masse. Sie bleibt kompakt und bildet Ableger, die du abnehmen und verschenken kannst. Als kräftige Pflanze gekauft, macht sie vom ersten Tag an etwas her.
Ein Akzent statt vieler Töpfe
Die Regel stammt aus der Bonsai-Ausstellung, in der eine kleine Begleitpflanze neben dem Baum steht. Drei Dinge machen aus einer Zimmerpflanze einen Akzent.
Im japanischen Gestalten heißt der Raum um ein Objekt Ma. Er ist nicht leer, er gehört dazu. Eine Pflanze mit einer Armlänge freier Fläche um sich herum wird gesehen; dieselbe Pflanze zwischen Kerze, Bilderrahmen und Schale verschwindet. Erst räumen, dann stellen.
In der Ausstellung darf die Begleitpflanze den Baum nicht überstrahlen; ein Bonsai-Lehrer vergleicht sie mit einer Brautjungfer. Im Wohnzimmer heißt das: Die Pflanze bleibt kleiner als das Möbel, auf dem sie steht, und niedriger als das Bild dahinter.
Das Gefäß ist die Hälfte des Akzents. Matt, einfarbig, ohne Muster, in einem Ton, der sich im Raum wiederfindet. Wer mehrere Pflanzen hat, nimmt für alle das gleiche Gefäß in verschiedenen Größen; dann liest das Auge eine Gruppe, keine Sammlung.
Sechs Arten für drei Plätze
Ufopflanze und Zwergpfeffer ans Fenster, Korbmarante, Nestfarn und Efeutute aufs Sideboard oder Regal gegenüber, der Schlangenbart in der flachen Schale auf den Esstisch. Bei Katze oder Hund im Haushalt lohnt der Blick auf die Kennzeichnung.
Pilea peperomioides
Runde Blätter auf dünnen Stielen, die freundlichste Form unter den Zimmerpflanzen. Braucht einen hellen Platz am Ost- oder Westfenster und bedankt sich mit Ablegern.
Calathea lancifolia, heute Goeppertia insignis
Lanzettliche Blätter mit dunklem Muster und purpurner Unterseite. Kommt mit halbschattigen Plätzen zurecht, also auch mit dem Sideboard gegenüber dem Fenster. Mag feuchte Luft, rollt sonst die Blätter ein.
Peperomia rotundifolia
Kleine dickfleischige Blätter an hängenden Trieben. Bleibt klein, speichert Wasser und fällt vom Regalbrett ein wenig herab. Will es warm, nicht unter 18 °C, also genau das Wohnzimmer.
Asplenium nidus
Gewellte, glänzende Wedel aus einer Mitte. Der Farn fürs Wohnzimmer, weil er trockene Luft besser erträgt als der Schwertfarn und Halbschatten verträgt. Erde nie austrocknen lassen, nicht in die Mitte gießen.
Epipremnum aureum
Rankt vom Regal oder Schrank herab und zieht eine grüne Linie durch den Raum. Braucht wenig Licht und wenig Wasser. Einmal im Jahr kürzen, dann bleibt sie eine Linie und wird kein Vorhang.
Ophiopogon japonicus, Sorte Nana
Ein grasartiges Polster, 5 bis 10 cm hoch, in einer flachen Schale. Der Klassiker unter den Akzentpflanzen der Bonsai-Ausstellung, hier auf dem Esstisch. Gleichmäßig feucht halten, im Winter lieber kühl stellen.
Gefäß und Licht
Im Wohnzimmer darf nichts nach Technik aussehen: ein Gefäß, das sich wiederholen lässt, eine flache Schale für den Esstisch und eine Pflanzenlampe, die als Wandleuchte durchgeht.
Keramik-Übertöpfe, 11, 13 und 17 cm
Drei Größen vom selben Topf, matt und schlicht, mit Abzugsloch, Untersetzer und Drainagenetz. Die Lösung für die Regel vom einen Gefäß: Ufopflanze im großen, Zwergpfeffer im mittleren, ein Ableger im kleinen.
Flache Keramikschale, 20 cm, mit Ablaufloch
Für den Schlangenbart auf dem Esstisch: 20 cm Durchmesser, 8 cm hoch, glasiert, mit Ablaufloch und Bambusuntersetzer. Platz für das Gras, ein Moospolster und einen Stein, eine kleine Landschaft statt eines Topfs.
Wand-Pflanzenlampe mit Rattanschirm
Eine Pflanzenlampe, die wie eine Wandleuchte aussieht: Rattanschirm, Holzhalterung, warmes Licht mit 3800 Kelvin statt Gewächshauslila. Für die Ufopflanze auf dem Sideboard gegenüber dem Fenster, wo das Tageslicht nicht reicht.
Drei häufige Fehler
Pflanzenangaben stammen aus Fachquellen wie botanischen Gärten, Gartenbau-Beratungsstellen und Bonsai-Fachliteratur, Produktangaben vom Hersteller auf Amazon. Ich habe die Produkte nicht selbst getestet. An Käufen über die Links verdiene ich eine Provision; auf die Auswahl hat das keinen Einfluss.
Häufige Fragen
Für einen Akzent eine, höchstens eine kleine Gruppe an einem Ort. Die Idee kommt aus der japanischen Bonsai-Ausstellung, wo eine einzige Begleitpflanze neben dem Baum steht und der Leerraum um sie herum Teil der Gestaltung ist. Zehn Töpfe auf der Fensterbank sind eine Sammlung, keine Gestaltung.
Eine flache, niedrige: Schlangenbart in der Schale, ein Zwergpfeffer im kleinen Topf oder ein Moospolster auf Schiefer. Alles, was höher als eine Handspanne ist, steht beim Essen zwischen den Gesichtern. Nach dem Essen wandert die Schale zurück ans Fenster.
Eine mit Form: die Ufopflanze mit runden Blättern, ein Nestfarn mit gewellten Wedeln oder eine Korbmarante mit gemusterten Blättern. Das Sideboard steht meist gegenüber dem Fenster, also prüfe das Licht: Die Ufopflanze braucht dort oft eine kleine Lampe, Nestfarn und Korbmarante kommen mit weniger aus.
Die Luft ist zu trocken. Korbmaranten stammen aus dem Unterholz tropischer Wälder und reagieren auf Heizungsluft, indem sie die Blätter zusammenrollen. Weg von der Heizung, gleichmäßig feucht gießen, bei Bedarf sprühen. Fällt die Luftfeuchte im Winter deutlich unter 40 Prozent, steht sie im Bad besser.
Ufopflanze, Zwergpfeffer, Korbmarante und Nestfarn gelten als ungiftig für Katzen und Hunde. Die Efeutute ist giftig und gehört bei Haustieren hoch aufs Regal oder gar nicht ins Haus. Zum Schlangenbart liegen keine belastbaren Angaben vor.
Im Sommer ja, im Winter steht er lieber kühl bei 0 bis 10 °C, also auf dem Balkon oder im Treppenhaus. Er ist winterhart und braucht die kühle Phase. Dafür ist er die einzige Pflanze dieser Seite, die zwischen Wohnzimmer, Balkon und Kusamono-Schale wechseln kann.
Die eine fürs WohnzimmerUfopflanze, groß
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