Pflanzenporträt

Schlangenbart

Ein dunkelgrünes Polster aus schmalen, gebogenen Blättern, nur handhoch, das aussieht wie ein Stück Waldboden. Der Kleine Schlangenbart ist der Klassiker unter den Kusamono und die Brücke zwischen Zimmer und Garten: Er steht drinnen wie draußen.

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Kurz gesagt

Der Kleine Schlangenbart (Ophiopogon japonicus) ist ein grasartiges, immergrünes Polster von 5 bis 10 cm Höhe, winterhart bis etwa −18 °C. Er steht hell bis schattig, mag gleichmäßig feuchtes Substrat und drinnen etwa 20 °C, im Winter aber kühl bei 0 bis 10 °C. Die Sorte Nana bleibt besonders niedrig und ist der Klassiker für die Kusamono-Schale. Eine Einstufung zur Giftigkeit für Katze und Hund habe ich nicht gefunden.

Steckbrief

Ophiopogon japonicus

Spargelgewächs, Heimat Japan, China und Korea

Licht
hell bis schattig; pralle Mittagssonne meiden
Wasser
gleichmäßig feucht, nie nass; durchlässiges Substrat
Temperatur
drinnen um 20 °C, im Winter kühl bei 0 bis 10 °C; draußen winterhart bis etwa −18 °C
Größe
5 bis 10 cm hoch, breitet sich langsam über kurze Ausläufer aus
Blüte
kleine Blütentrauben im Juli und August, danach blaue Beeren
Katze und Hund
keine verlässliche Einstufung gefunden; Beeren nicht essen lassen

Wofür er sich eignet

Räume und Gefäße

Der Schlangenbart ist die Pflanze, mit der das Kusamono beginnt: ein Gras, eine Schale, ein Stein. Und er kann im Sommer ins Zimmer, was die wenigsten Kusamono-Pflanzen können.

Kusamono-Schale

In einer kleinen Bonsaischale mit Abzugsloch bildet die Sorte Nana in einem Sommer ein geschlossenes Polster. Unten grobes Akadama als Drainage, darüber feines, am Rand ein wenig Moos. Nach etwa zwei Monaten wirkt die Pflanzung eingewachsen.

Flache Schale mit Stein

In einer flachen Keramikschale von 20 cm wird aus Schlangenbart, einem Stein und Moos eine kleine Landschaft. Der Stein außermittig, das Gras dahinter, das Moos davor.

Balkon, Terrasse, Beet

Draußen ist er zu Hause: als Bodendecker unter Gehölzen, am Kübelrand oder als dunkler Kontrast neben hellem Waldgras. Winterhart, immergrün, pflegearm.

Drinnen nur im Sommer oder kühl

Im Sommer steht er auf Fensterbank oder Sideboard, im Winter braucht er die Kälte: Treppenhaus, ungeheizter Flur oder Balkon.

Pflege

So bleibt das Polster dicht und dunkel

Gießen. Gleichmäßig feucht, nie nass. Kleine Schalen trocknen schnell: draußen im Hochsommer oft täglich, drinnen alle paar Tage. Mit der Brause gießen, bis Wasser aus dem Abzugsloch läuft. Akadama wird hell, wenn es trocken ist: der einfachste Gießanzeiger.

Substrat. Durchlässig und wasserspeichernd: Akadama allein oder eine fertige Bonsai-Mischung aus Akadama, Bims und Lava. Unten eine Drainageschicht von etwa einem Fünftel der Schalentiefe, das Abzugsloch mit einem Gitter abdecken.

Licht. Hell bis schattig. In der prallen Mittagssonne verbrennen die Blattspitzen, im tiefen Schatten wird das Polster locker. Lichter Schatten unter einem Baum oder am Ostfenster ist ideal.

Winter. Im Beet hält er etwa −18 °C aus. In der Schale sind die Wurzeln so kalt wie die Luft, deshalb an die geschützte Hauswand rücken, in Vlies einschlagen oder in die ungeheizte Garage stellen. Vor dem Bodenfrost durchdringend gießen. Drinnen überwintert er kühl bei 0 bis 10 °C.

Schnitt und Teilen. Zurückschneiden muss man ihn nicht, nur braune Spitzen und alte Blütenstiele abnehmen. Wird das Polster zu breit, im Frühjahr in zwei oder drei Horste teilen.

Düngen. Sparsam, kleine Schalen sind schnell überdüngt. Im Frühjahr ein wenig Langzeitdünger oder von April bis August monatlich eine halbe Dosis Flüssigdünger.

Kaufen

Schlangenbart, Schale und Substrat

Die niedrige Sorte Nana, zwei Schalen in zwei Größen und das Substrat, mit dem Kusamono gelingt.

Schlangenbart 'Nana'

Ophiopogon japonicus 'Nana'

Horstiges, immergrünes Gras von 5 bis 10 cm, Blüten im Juli und August, winterhart. Die eine Pflanze für den Anfang mit Kusamono.

5 bis 10 cmwinterhart

Flache Schale, 20 cm

Flache Keramikschale, 20 cm

Mit Ablaufloch und Bambusuntersetzer. Platz für Schlangenbart, Moos und einen Stein, drinnen wie draußen.

Ø 20 cmmit Abzugsloch

Akadama, 4 l

Akadama, hart, 4 Liter

Japanisches Tongranulat in 1 bis 5 mm. Speichert Wasser, bleibt luftig und zeigt durch seine Farbe, wann gegossen werden muss.

1 bis 5 mmharte Qualität

Woher die Angaben stammen

Pflanzenangaben stammen aus Fachquellen wie botanischen Gärten, Gartenbau-Beratungsstellen und Bonsai-Fachliteratur, Produktangaben vom Hersteller auf Amazon. Ich habe die Produkte nicht selbst getestet. An Käufen über die Links verdiene ich eine Provision; auf die Auswahl hat das keinen Einfluss.

Häufige Fragen

Fragen zum Schlangenbart

Ist der Schlangenbart giftig für Katzen und Hunde?

Eine verlässliche Einstufung habe ich in den Fachquellen nicht gefunden, weder als giftig noch als ungiftig. Deshalb steht hier keine. Die blauen Beeren, die nach der Blüte erscheinen, sollten Kinder und Tiere nicht essen; im Zweifel fragst du den Tierarzt.

Kann der Schlangenbart dauerhaft im Zimmer stehen?

Im Sommer ja, bei etwa 20 °C an einem hellen bis schattigen Platz. Im Winter will er es kühl, 0 bis 10 °C, also Treppenhaus, kühler Flur, Balkon oder Garten. Im warmen Wohnzimmer über der Heizung wird er im Winter schlapp und anfällig.

Wie winterhart ist der Schlangenbart?

Ophiopogon japonicus gilt als winterhart bis etwa −18 °C, im Beet ohne Schutz. In der Schale sind die Wurzeln so kalt wie die Luft, deshalb an die Hauswand rücken, in Vlies einschlagen oder in die ungeheizte Garage stellen. Vor dem Frost noch einmal gießen.

Wie oft muss ich gießen?

So, dass das Substrat gleichmäßig feucht bleibt, aber nie nass steht. In der flachen Schale heißt das im Sommer draußen oft täglich, drinnen alle paar Tage. Akadama wird hell, wenn es trocken ist.

Wann blüht der Schlangenbart?

Im Juli und August erscheinen kleine, weißlich bis blassviolette Blütentrauben zwischen den Blättern, danach blaue Beeren. Wer nur das Gras will, schneidet die Stiele ab.

Was unterscheidet die Sorte 'Nana'?

'Nana' bleibt mit 5 bis 10 cm noch niedriger und dichter als die Art und wächst langsamer. Genau das braucht eine kleine Schale: ein Polster, das nicht in einem Sommer über den Rand quillt.