Anleitung

Kusamono gestalten

Ein Kusamono ist die ursprüngliche Akzentpflanze: ein Gras, ein Moos, ein kleiner Blüher in einer flachen Schale, so gesetzt, dass die Pflanzung eine Jahreszeit und eine Landschaft erzählt. Die Anleitung zeigt Pflanzenwahl, Schale, Substrat, Drainage, Moos und die Pflege im Jahreslauf, draußen wie in der Wohnung.

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Kurz gesagt

Ein Kusamono entsteht in einer flachen Schale mit Abzugsloch: Gitter mit Draht sichern, ein Fünftel Drainage aus grobem Akadama, darauf feines Akadama oder Bonsaierde, die Pflanzen mit gekürzten Wurzeln wie einen Strauß setzen, gießen, bis klares Wasser abläuft, und die Erde vollständig mit Moos bedecken. Danach etwa zwei Monate einwachsen lassen. Klassische Pflanzen sind Schlangenbart, Japanisches Waldgras, kleine Farne und Hauswurz.

Kusamono aus Schlangenbart und Moos in einer flachen, glasierten Schale

Dauer etwa eine Stunde, plus zwei Monate EinwachsenSchwierigkeit mittelMaterial flache Schale, Gitter und Draht, Akadama, Bims, Moos, ein bis drei PflanzenPflege danach täglich nach dem Wasser sehen, im Sommer draußen bis zu dreimal gießen

Was ein Kusamono ausmacht

Flach, informell, eine Jahreszeit

Das Wort heißt Gras-Ding. In der japanischen Bonsai-Ausstellung steht die Pflanzung neben dem Baum und zeigt, aus welcher Landschaft er stammt und welche Jahreszeit gerade ist. Begleitet sie einen Bonsai, heißt sie Shitakusa; steht sie allein, ist sie ein Kusamono und darf höher und kräftiger sein. Was beide unterscheidet und welche Regeln für Höhe und Kontrast gelten, steht auf der Seite Was sind Akzentpflanzen?.

Für die eigene Schale sind vier Dinge wichtig. Erstens die Schale selbst: klein, flach, informell, meist rund oder oval, glasiert als Kontrast zur unglasierten Bonsaischale, immer mit Abzugsloch. Zweitens die Pflanzen: Arten aus demselben Lebensraum, in ungerader Zahl, mit gleichen Wasseransprüchen. Drittens die Erde: durchlässig und mineralisch, keine Blumenerde. Viertens das Moos: Es bedeckt das Substrat vollständig, hält die Feuchtigkeit und lässt die Pflanzung reif wirken.

Statt der Schale geht auch eine Schieferplatte oder ein Stein. Dann hält ein Wall aus Keto, einem schwarzen, klebrigen japanischen Tonmaterial, das Substrat zusammen; der Wall wird etwas vom Plattenrand eingerückt, damit die Kante sichtbar bleibt, und mit Moos verdeckt. Auf der Platte liegt wenig Erde, also wird häufiger gegossen.

Einkaufsliste

Was du brauchst

Eine Schale, zwei Körnungen Substrat, Moos und eine Pflanze. Werkzeug brauchst du wenig; was fehlt, findest du in der Werkzeug-Kaufberatung.

  • Banko-Schale, 11 cmFlache Banko-Schale, 11 cm, glasiert, mit Abzugsloch: die klassische Größe für eine Pflanze
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  • Ovale Steinzeug-SchaleOvale Steinzeug-Schale, 13 × 8,5 cm, für zwei bis drei kleine Pflanzen
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  • Akadama, 4 lAkadama 1 bis 5 mm: gesiebt als Drainage (grob) und Pflanzsubstrat (fein)
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  • Bims-Drainage, 5 lBims zum Lockern des Substrats oder als Drainage
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  • Fertige Bonsai-MischungFertige Mischung, wenn du nicht selbst sieben willst
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  • Lebendes KissenmoosLebendes Moos als Deckschicht
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  • Aluminiumdraht, 3 StärkenAluminiumdraht für die Krampen am Gitter und zum Fixieren auf Stein
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  • Pinzette mit SpatelPinzette mit Spatel zum Setzen des Mooses
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  • Schlangenbart 'Nana'Die Pflanze: Schlangenbart Nana, 5 bis 10 cm, winterhart
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Alternativen für die Pflanze: Japanisches Waldgras für eine größere Schale auf Balkon oder Terrasse, Bubikopf für die Schale in der Wohnung.

Schritt für Schritt

Das Kusamono pflanzen

Zusammengesetzt aus der japanischen Anleitung von Kaori Yamada und den Kursen von Ritta Cooper im Swindon Bonsai Club.

  1. Pflanzen auswählen

    Wähle eine ungerade Zahl an Pflanzen aus demselben Lebensraum mit gleichen Ansprüchen an Licht, Wasser und Boden: zum Beispiel Schlangenbart, Tüpfelfarn und Moos für den Schatten, oder Hauswurz, Mauerpfeffer und Sand-Thymian für die Sonne. Für den Anfang reicht eine einzige Art mit Moos.

    Wildentnahme vermeiden; Gartencenter, Staudengärtnereien und Pflanzenmärkte haben alles, was du brauchst.

  2. Schale vorbereiten

    Lege ein Stück Drainagegitter über das Abzugsloch und sichere es mit einer Krampe aus Aluminiumdraht: Draht zu einem U biegen, von oben durch das Gitter und das Loch stecken, unten umlegen. So bleibt das Substrat in der Schale und Wasser läuft trotzdem ab.

  3. Drainage und Substrat einfüllen

    Zuerst eine Schicht gröberes Akadama oder Bims, etwa ein Fünftel der Schalentiefe. Darauf das feine Pflanzsubstrat: feines Akadama mit etwas Bims oder eine fertige Bonsaimischung, bis etwa zwei Fünftel der Tiefe. Der Rest bleibt für die Wurzelballen.

    Rezept der japanischen Gestalterin Kaori Yamada: sehr feines Akadama und kleines Kanuma zu gleichen Teilen.

  4. Pflanzen vorbereiten

    Braune und welke Blätter an der Basis abschneiden. Die Wurzeln mit dem Stäbchen lösen, alte Erde abschütteln und lange Wurzeln um die Hälfte kürzen. Die Pflanze soll flach wie ein Teller werden, damit sie in die niedrige Schale passt.

  5. Setzen wie einen Strauß

    Hohe Pflanzen nach hinten, niedrige und blühende nach vorn, nichts in die exakte Mitte. Alle Wurzelhälse auf dieselbe Höhe bringen und die Pflanzen zusammen wie einen Strauß in die Schale setzen. Dann Substrat nachfüllen und mit dem Stäbchen einarbeiten, bis keine Hohlräume mehr bleiben.

  6. Gießen und Moos auflegen

    Mit der Brause gießen, bis klares Wasser aus dem Abzugsloch läuft. Dann Moos in Stücken auflegen und mit der Pinzette etwa 5 mm ins Substrat drücken, bis keine Erde mehr zu sehen ist. Der Spatel am Ende der Pinzette drückt die Ränder an.

  7. Einwachsen lassen

    Einige Tage schattig stellen, dann langsam an mehr Licht gewöhnen. Am besten früh morgens oder abends arbeiten, nicht in der Mittagshitze. Nach etwa zwei Monaten ist die Schale eingewachsen und sieht aus, als stünde sie schon immer so.

Pflanzenwahl

Für draußen, für drinnen, für die Jahreszeit

Klassische Kusamono stehen draußen und kommen nur für die Ausstellung ins Haus. Wer die Schale dauerhaft in der Wohnung will, wählt Zimmerpflanzen, die klein bleiben.

Schatten und Halbschatten draußen

Kleiner Schlangenbart (Ophiopogon japonicus, 5 bis 10 cm, bis −18 °C), Japanisches Waldgras (Hakonechloa macra, 30 bis 40 cm), Japan-Gold-Segge (Carex oshimensis), Tüpfelfarn (Polypodium vulgare), Moos-Steinbrech (Saxifraga × arendsii), Zwerg-Hosta. Dazu Moose wie Gabelzahnmoos oder Zypressen-Schlafmoos.

Sonne draußen

Hauswurz (Sempervivum, Rosetten 1 bis 20 cm, bis −22 °C), Weißer Mauerpfeffer (Sedum album, 5 bis 10 cm), Sand-Thymian (Thymus serpyllum), Rispen-Steinbrech. Mageres, durchlässiges Substrat, nie nass.

Frühling aus der Zwiebel

Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus, Blüte Februar bis April, 5 bis 8 cm tief setzen) und Netzblatt-Iris (Iris reticulata). Beide sind giftig für Katze und Hund, also nichts für die Wohnung mit Tieren. Im Frühling zeigen nur ein, zwei Blüten; der Rest bleibt Knospe.

Dauerhaft in der Wohnung

Bubikopf (Soleirolia soleirolii), Zwergpfeffer (Peperomia), kleine Farne und lebendes Moos; Schlangenbart im Sommer draußen und im Winter kühl bei 0 bis 10 °C, zum Beispiel im Treppenhaus. Alle genannten Zimmerarten gelten als ungiftig für Katze und Hund.

Was nicht passt

Pflanzen mit dicken Wurzelballen wie Bogenhanf oder Glücksfeder, alles, was schnell hoch wächst, und Mischungen aus Sonnen- und Schattenpflanzen in einer Schale. Zur Waldkiefer passt wilder Thymian, keine Wüstensukkulente.

Mehr als eine Schale

Eine Akzentpflanze erzählt eine Jahreszeit. Wer die Idee ernst nimmt, hält mindestens eine Pflanzung pro Jahreszeit: Frühling mit Zwiebelblumen, Sommer mit Gräsern, Herbst mit gefärbtem Waldgras, Winter mit Farn und Moos.

Im Überblick

Schalen, Substrat, Moos und Pflanzen

Illustration, kein Produktfoto

Für Kusamono

Wazakura Bonsai-Schale Banko, rund, 11 cm, goldbraun

Wazakura (Japan)

  • Kleine flache Rundschale aus japanischer Banko-Keramik, handgefertigt
  • Abzugsloch im Boden, für Pflanzen mit Gitter abdecken
  • 11 × 11 × 7,5 cm, 255 g, Glasurhauch in Goldbraun
Maße
11 × 11 × 7,5 cm
Abzugsloch
ja
Herkunft
Japan

Passt, wenn ein Gras, ein Moospolster oder eine Hauswurz als Kusamono in die Schale soll.

Eher nicht, wenn die Pflanze mehr als eine Handvoll Wurzeln hat.

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Glasiert, klein

Morrisan japanische Bonsaischale, oval, blau glasiertes Steinzeug, 13 × 8,5 cm

Geosism & Nature

  • Oval 13 × 8,5 cm, 3 bis 4 cm hoch, innen etwa 10,5 × 8,5 cm
  • Glasiertes Steinzeug in Blau, handwerklich gefertigt
  • Große Abzugslöcher
Maße
13 × 8,5 × 3–4 cm
Material
Steinzeug, glasiert
Abzugsloch
ja

Passt, wenn dein Bonsai in einer unglasierten Schale steht und der Akzent den Kontrast in Glasur braucht.

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Für Mooslandschaften

EPFamily flache Keramikschale, glasiert, mit Ablaufloch und Bambusuntersetzer

EPFamily

  • 20,3 cm Durchmesser, 8 cm hoch, glasierte Oberfläche
  • Ablaufloch und Bambusuntersetzer gegen Staunässe
  • Für Sukkulenten, Kräuter und flache Mischpflanzungen innen und außen
Maße
Ø 20,3 × 8 cm
Untersetzer
Bambus, Ø 15,5 cm
Abzugsloch
ja

Passt, wenn du Moos, Schlangenbart und einen Stein zu einer kleinen Landschaft zusammensetzen willst.

Eher nicht, wenn der Akzent handtellergroß bleiben soll.

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Pflanze auf Stein

Zeller Schieferplatte, rund, Ø 30 cm

Zeller

  • Naturschiefer, rund, 30 cm Durchmesser, 4 bis 6 mm stark
  • Als Servierplatte gedacht, als Unterlage für Moos und Keto-Wall ideal
  • Dunkle Fläche lässt grünes Moos leuchten
Maße
Ø 30 × 0,4–0,6 cm
Material
Schiefer

Passt, wenn du ein Moospolster oder ein Gras ohne Schale auf einer Platte zeigen willst.

Eher nicht, wenn die Pflanze viel Erde braucht; auf der Platte bleibt nur ein flacher Wall.

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Das Bonsai-Substrat

Akadama 1–5 mm, Ibaraki hart, 4 Liter

HENSITA

  • Japanisches Tongranulat, harte Qualität aus Ibaraki, Körnung 1 bis 5 mm
  • Wird feucht dunkler und zeigt so, wann gegossen werden muss
  • Aus Originalgebinden umgefüllt, 4 Liter
Körnung
1–5 mm
Menge
4 l
Qualität
hart

Passt, wenn du Kusamono anlegst oder 30 % Akadama in die Kokedama-Erde mischst.

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Fertig gemischt

Garten Lux Bonsai-Substrat, 4 Komponenten, 2 Liter

Garten Lux

  • Akadama, Bims, Lava und Weißtorf in einer Mischung
  • Schnell entwässernd, luftig, für Schale und Stein
  • 2 Liter
Bestandteile
Akadama, Bims, Lava, Torf
Menge
2 l

Passt, wenn du nicht selbst mischen willst und ein Substrat für Kusamono und Hauswurz brauchst.

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Drainage und Lockerung

COMPO Bio Granuplant Bimsgranulat, 5 Liter

Compo

  • Naturbelassenes Bimsgranulat aus deutschem Vulkangestein
  • Als Drainageschicht gegen Staunässe oder untergemischt zum Lockern
  • Zersetzt sich nicht, bleibt luftig
Menge
5 l
Herkunft
Deutschland

Passt, wenn Flaschengarten, Schale oder Kübel eine Schicht brauchen, in der Wasser abläuft.

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Substrat sieben

Gartensieb-Set aus Edelstahl, 4 Maschenweiten

Linzerry

  • Vier Siebe mit 2, 2,8, 3,8 und 5 mm Masche
  • Edelstahl, rostfrei, mit rutschfestem Griff
  • Trennt Akadama und Bims in Drainage-, Pflanz- und Deckschicht
Maschen
2 / 2,8 / 3,8 / 5 mm
Material
Edelstahl

Passt, wenn du Kusamono oder Kokedama mit gesiebtem Substrat anlegst: Staub raus, Körnung nach Schicht.

Eher nicht, wenn du nur fertige Erde verwendest.

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Grün und lebendig

urbanjngl lebendes Kissenmoos, 3 Stück

urbanjngl

  • Drei frische Polster Leucobryum glaucum, 8 bis 15 cm Durchmesser
  • Wächst auf Erde, Kies oder Sand, solange es feucht bleibt
  • Lässt sich in kleinere Stücke brechen
Art
Leucobryum glaucum
Stück
3
Größe
8–15 cm

Passt, wenn du Hügel im Flaschengarten, Polster auf der Schale oder die Hülle des Kokedama grün haben willst.

Eher nicht, wenn das Moos in trockener Heizungsluft ohne Glas und ohne Sprühen stehen soll.

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Für große Flächen

Frisches Plattenmoos, 1 Box mit 4 Lagen je etwa 35 × 25 cm

Blumigo

  • Vier Lagen frisches Plattenmoos, je rund 35 × 25 cm
  • Hält laut Anbieter mindestens 14 Tage, mit Sprühen länger
  • Deckt Schalen, Kokedama und Tischdekoration in einem Stück
Menge
4 Lagen
Lage
ca. 35 × 25 cm

Passt, wenn du eine große Schale oder mehrere Kokedama auf einmal bedeckst.

Eher nicht, wenn du dauerhaft wachsendes Moos willst; dafür ist das Kissenmoos oben die bessere Wahl.

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Kusamono-Klassiker

Zwerg-Schlangenbart, Ophiopogon japonicus 'Nana', 1 Pflanze

Stauden Gänge

  • Horstiges Gras, nur 5 bis 10 cm hoch, immergrün
  • Kleine Blütentrauben im Juli und August
  • Winterhart bis −18 °C, für Schale, Kübel und Beet
Höhe
5–10 cm
Winterhart
ja
Licht
Sonne bis Halbschatten

Passt, wenn du ein Kusamono beginnst oder ein Polster neben dem Bonsai brauchst.

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Für Schale und Kübel

Japanisches Waldgras, Hakonechloa macra, 1 Pflanze

Stauden Gänge

  • Überhängendes, frischgrünes Laub, 30 bis 40 cm
  • Halbschatten bis Schatten, frischer humoser Boden
  • Winterhart bis −20 °C, treibt im Frühjahr neu aus
Höhe
30–40 cm
Licht
Halbschatten
Winterhart
ja

Passt, wenn ein Akzent auf Balkon, Terrasse oder in der Kusamono-Schale über den Rand fallen soll.

Eher nicht, wenn die Pflanze dauerhaft im warmen Zimmer stehen soll.

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Für Schale und Kübel

Bubikopf, Soleirolia soleirolii, 6 Pflanzen im 9-cm-Topf

Generic

  • Sechs Pflanzen im 9 × 9 cm Topf, flach wachsend, etwa 10 cm hoch
  • Halbschatten bis Schatten, drinnen und im geschützten Garten
  • Gilt als ungiftig für Katzen und Hunde
Stück
6
Topf
9 × 9 cm
Katze und Hund
ungiftig

Passt, wenn du mehrere Schalen oder einen Kübelrand mit dem weichen Polster bedecken willst.

Eher nicht, wenn du nur einen einzigen kleinen Topf brauchst; den gibt es im Gartencenter günstiger.

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Pflege im Jahreslauf

Gießen, Düngen, Überwintern

Gießen. Die flache Schale trocknet schnell aus. Gegossen wird, wenn die obere Hälfte des Substrats trocken ist, draußen im Sommer bis zu zwei- oder dreimal am Tag, am besten in der Dämmerung. Mit der Brause gießen, zwei Minuten warten, nachgießen. Akadama wird feucht dunkler und zeigt dir so den Bedarf. Regenwasser ist am besten; Leitungswasser einen Tag stehen lassen.

Düngen. Sparsam, weil kleine Schalen schnell überdüngt sind: ein Langzeitdünger im Frühjahr oder alle vier Wochen Flüssigdünger in halber Dosis. Moos braucht keinen Dünger.

Moos grün halten. Halbschatten, häufig sprühen, drinnen 15 bis 20 °C. Das Moos darf die Pflanzenbasis nicht überwachsen; was zu weit kriecht, wird mit der Pinzette zurückgenommen.

Überwintern. Winterharte Arten bleiben draußen, aber die Wurzeln im Topf sind so kalt wie die Luft. Rechne deshalb zwei Klimazonen Reserve ein, grabe die Schale ein oder stelle sie geschützt an die Hauswand, gruppiere Töpfe und gieße vor dem Bodenfrost noch einmal durchdringend; trockene Erde friert schneller durch. Keramikschalen können bei Frost springen, eine ungeheizte Garage oder ein Frühbeet schützt beides. Die Pflanzen nicht ins warme Haus holen, sie brauchen die Ruhe.

Schädlinge. Trauermücken entstehen in dauerfeuchter Erde; gegen die Eiablage hilft eine Schicht Quarzsand oder feiner Kies, gegen die Fliegen Gelbtafeln. Spinnmilben kommen mit trockener Heizungsluft: abduschen und zwei Wochen unter eine Tüte stellen.

Moos sammeln. Für den eigenen Bedarf dürfen geringe Mengen pfleglich entnommen werden, nach § 39 Absatz 3 Bundesnaturschutzgesetz, nur mit der Hand und höchstens die Hälfte eines Polsters, nicht in Schutzgebieten. Weißmoos und alle Torfmoose stehen unter besonderem Schutz. Moos von Dach und Pflasterfuge ist für die Schale ohnehin besser geeignet, weil es ähnliche Bedingungen kennt.

Häufige Fehler

Vier Dinge, die beim ersten Kusamono schiefgehen

  • Blumenerde in der flachen SchaleSie verdichtet, hält zu viel Wasser und lässt die Wurzeln faulen. Akadama, Bims oder eine Bonsaimischung lassen Luft an die Wurzeln.
  • Pflanzen mit verschiedenen AnsprüchenHauswurz neben Farn: Eine der beiden stirbt. Nur Arten mit gleichen Licht- und Wasseransprüchen in eine Schale.
  • Erde sichtbar lassenEine Schale mit nackter Erde wirkt wie ein Topf. Moos bis zum Rand, 5 mm eingedrückt, macht aus der Pflanzung ein Stück Landschaft.
  • Am Tag des Fotos pflanzenFrisch Zusammengestecktes welkt binnen eines Tages. Zwei Monate Einwachsen, dann erst zeigen.

Woher die Angaben stammen

Die Anleitung folgt der japanischen Kusamono-Anleitung von Kaori Yamada (allabout.co.jp), den Kursberichten von Ritta Cooper im Swindon Bonsai Club und Shohin Europe; Pflegeangaben stammen vom New York Botanical Garden, Penn State Extension und Mistral Bonsai, die Rechtslage zum Moossammeln aus § 39 BNatSchG. Produktangaben vom Hersteller auf Amazon; ich habe die Produkte nicht selbst getestet. An Käufen über die Links verdiene ich eine Provision; auf die Auswahl hat das keinen Einfluss.

Häufige Fragen

Fragen zum Kusamono

Welche Pflanzen eignen sich für ein Kusamono?

Kleine Gräser, Moose, Farne, Zwergstauden und Zwiebelblumen, die in der Natur neben Bäumen wachsen: Schlangenbart, Japanisches Waldgras, Japan-Gold-Segge, Tüpfelfarn, Hauswurz, Moos-Steinbrech, Elfen-Krokus. Für die Schale in der Wohnung Bubikopf, Zwergpfeffer oder Moos. Wichtig ist, dass alle Pflanzen einer Schale dieselben Ansprüche an Licht, Wasser und Boden haben.

Welche Erde kommt in die Kusamono-Schale?

Eine durchlässige Mischung aus feinem Akadama und etwas Bims oder eine fertige Bonsaierde, darunter eine Drainage aus gröberem Akadama, die etwa ein Fünftel der Schalentiefe ausmacht. Normale Blumenerde verdichtet in der flachen Schale und hält zu viel Wasser.

Wie oft muss ich ein Kusamono gießen?

Gegossen wird, wenn die obere Hälfte des Substrats trocken ist. In der flachen Schale geht das schnell: Draußen im Sommer kann das zwei- bis dreimal am Tag sein. Akadama wird feucht dunkler, so siehst du den Bedarf auf einen Blick.

Darf ich Moos im Wald sammeln?

In geringen Mengen für den eigenen Bedarf ja, nach § 39 Absatz 3 Bundesnaturschutzgesetz, pfleglich und nur dort, wo kein Betretungsverbot gilt. In Naturschutzgebieten, Nationalparks und an Naturdenkmälern ist Sammeln verboten, und Weißmoos sowie alle Torfmoose stehen unter besonderem Schutz. Sicherer ist gekauftes Moos oder das von Dach und Pflasterfuge.

Wie überwintert ein Kusamono draußen?

Winterharte Arten bleiben draußen, aber geschützt: Die Wurzeln im Topf sind so kalt wie die Luft, deshalb gilt die Pflanze im Topf als zwei Klimazonen empfindlicher als im Beet. Schale eingraben oder an die Hauswand stellen, mit anderen Töpfen gruppieren, vor dem Bodenfrost noch einmal durchdringend gießen. Keramikschalen können bei Frost springen.

Wie lange hält ein Kusamono?

Bei guter Pflege viele Jahre. Erfahrene Gestalter halten Pflanzungen zehn Jahre und länger und topfen nur um, wenn es unvermeidlich ist. Vor einer Ausstellung soll ein Kusamono etwa zwei Monate einwachsen; eine am selben Tag zusammengesteckte Schale welkt oft schon bis zum Abend.