Schusterpalme
Aspidistra elatior
Die Pflanze für die dunkelste Ecke. Breite, dunkelgrüne Blätter, die sich über Jahre kaum verändern. Mag es kühl, verträgt Zugluft und Vergessen. Im Englischen heißt sie Cast Iron Plant, Gusseisenpflanze.
Raum
Nordzimmer, Flur, die Ecke neben dem Sofa: An vielen Plätzen in der Wohnung kommt weniger Licht an, als eine Pflanze zum Wachsen braucht. Hier findest du sieben Arten, die damit zurechtkommen, die Lux-Werte, ab denen eine Pflanze nur noch überlebt, und die Grenze, ab der eine kleine Pflanzenlampe die bessere Lösung ist.
Für wenig Licht eignen sich Schusterpalme, Glücksfeder, Efeutute, Bogenhanf, Grünlilie, Korbmarante und Nestfarn. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf halten sich ab etwa 500 Lux und wachsen ab 1.000 Lux. Darunter, etwa im fensterlosen Flur, hilft nur eine Pflanzenlampe mit Timer. Die genügsamste Art von allen ist die Schusterpalme (Aspidistra elatior).
Raum-Steckbrief
Unser Auge gleicht Helligkeit aus, deshalb wirkt ein Platz oft heller, als er für eine Pflanze ist. Drei Zahlen helfen beim Einschätzen.
Pflanzen mit geringem Lichtbedarf halten sich laut licht.de ab etwa 500 Lux, wachsen aber kaum. Zum Wachsen brauchen sie 1.000 Lux, Arten mit mittlerem Bedarf 2.000 Lux, jeweils zwölf bis sechzehn Stunden am Tag.
Das Licht nimmt mit dem Abstand zum Fenster schnell ab. Laut der Beratungsstelle der University of Illinois verschieben schon wenige Fuß eine Pflanze um eine ganze Lichtkategorie. Zwei, drei Meter vom Fenster entfernt liegt ein Platz oft unter 500 Lux.
Für Verkehrswege verlangt die Arbeitsstättenregel ASR A3.4 nur 50 Lux, für Büroarbeitsplätze 500. Ein Flur ohne Fenster liegt also weit unter dem, was jede Pflanze braucht. Dort hilft nur eine Pflanzenlampe.
Die eine Pflanze
Aspidistra elatior, Spargelgewächs aus den Wäldern Ostasiens
Wenn der Platz wirklich dunkel ist, dann diese. Die Schusterpalme wuchs im Unterholz, bevor sie in die Wohnzimmer des 19. Jahrhunderts kam, und sie steht noch heute in Treppenhäusern und Fluren, in denen alles andere eingeht. Ihre breiten Blätter kommen einzeln aus der Erde, bewegen sich nicht und verändern sich über Jahre kaum. Genau das macht sie zum Akzent: eine ruhige, dunkle Form im Raum, kein Busch.
Sieben Arten für den Schatten
Alle sieben halten sich an halbschattigen Plätzen. Je dunkler der Platz, desto weiter oben in der Liste solltest du wählen. Bei Katze oder Hund im Haushalt lohnt der Blick auf die Kennzeichnung.
Aspidistra elatior
Die Pflanze für die dunkelste Ecke. Breite, dunkelgrüne Blätter, die sich über Jahre kaum verändern. Mag es kühl, verträgt Zugluft und Vergessen. Im Englischen heißt sie Cast Iron Plant, Gusseisenpflanze.
Zamioculcas zamiifolia
Speichert Wasser in dicken Rhizomen und kommt damit über Wochen ohne Gießen aus. Wächst langsam, bleibt lange klein und glänzt auch im Halbdunkel.
Epipremnum aureum
Rankt vom Regal, Schrank oder aus der Ampel und braucht dafür wenig Licht. Je grüner das Blatt, desto dunkler darf der Platz sein; gelb panaschierte Sorten wollen es heller. Lässt sich jederzeit kürzen.
Dracaena trifasciata, früher Sansevieria
Steht aufrecht und steif, braucht wenig Platz und wenig Wasser. Verträgt Halbschatten, wächst dort aber sehr langsam. Für den Flur mit einem Fenster am Ende.
Chlorophytum comosum
Die robusteste Pflanze dieser Liste: verträgt Halbschatten, trockene Luft und Gießfehler in beide Richtungen. Die Sorte Bonnie lockt sich und bleibt kompakt. Im Halbschatten bildet sie weniger Ableger, bleibt aber grün.
Calathea lancifolia, heute Goeppertia insignis
Gemusterte Blätter mit purpurner Unterseite, die sich abends aufrichten. Kommt mit halbschattigen Plätzen zurecht, braucht dafür aber feuchte Luft. Rollt sie die Blätter ein, ist die Luft zu trocken.
Asplenium nidus
Gewellte, glänzende Wedel aus einer trichterförmigen Mitte. Ein Farn, der weniger Licht verträgt als die meisten Blühpflanzen, aber nie direkte Sonne will. Die Erde darf nicht austrocknen.
Gefäß und Licht
An dunklen Plätzen zählt das Gefäß doppelt, weil die Pflanze selbst kaum wächst. Und wo das Licht nicht reicht, bringt eine kleine Lampe mehr als jeder Dünger. Welche Lampe zu welchem Platz passt, steht in der Kaufberatung Pflanzenlampe.
Übertopf aus Keramik, 15 cm
Nimmt den 12-cm-Kulturtopf auf, in dem Efeutute und Grünlilie geliefert werden. Wasserdicht, also ohne Untersetzer auf Holz möglich. Das helle Beige hebt dunkle Blätter in einer dunklen Ecke hervor.
Pflanzenlampe mit Klemme und Timer
Zehn Watt Vollspektrum reichen für eine einzelne kleine Pflanze in 30 bis 60 cm Abstand. Der Timer schaltet nach einer festen Stundenzahl ab, damit der Flur nachts dunkel bleibt.
Luxmeter mit Sensor am Kabel
Nimmt das Raten weg. Sensor an die Pflanze halten, Wert ablesen: unter 500 Lux braucht der Platz eine Lampe, ab 1.000 Lux wächst dort auch eine Schattenpflanze.
Drei häufige Fehler
Pflanzenangaben stammen aus Fachquellen wie botanischen Gärten, Gartenbau-Beratungsstellen und Bonsai-Fachliteratur, Produktangaben vom Hersteller auf Amazon. Ich habe die Produkte nicht selbst getestet. An Käufen über die Links verdiene ich eine Provision; auf die Auswahl hat das keinen Einfluss.
Häufige Fragen
Die Schusterpalme (Aspidistra elatior). Sie kommt von allen gängigen Zimmerpflanzen mit dem wenigsten Licht aus und steht auch weit vom Fenster noch Jahre. Dahinter folgen Glücksfeder und Efeutute. Ganz ohne Tageslicht hält sich aber keine Pflanze; ab etwa 500 Lux geht es los.
Direkt am Fenster an einem hellen Tag mehrere Tausend Lux, zwei bis drei Meter weiter oft nur noch ein paar Hundert. Ein Flur muss nach der Arbeitsstättenregel nur 50 Lux haben, ein Büroarbeitsplatz 500. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf halten sich ab 500 Lux und wachsen ab 1.000 Lux. Nachmessen geht mit einem Luxmeter oder grob mit einer App.
Neue Blätter bleiben kleiner und blasser, die Triebe werden lang und dünn und strecken sich zum Fenster, bunte Sorten werden einfarbig grün. Die Pflanze wächst kaum noch und braucht deutlich weniger Wasser. Dann hilft ein hellerer Platz oder eine kleine Pflanzenlampe.
Nur mit Pflanzenlampe. Die 50 Lux, die ein Flur nach der Arbeitsstättenregel braucht, reichen keiner Pflanze. Eine Klemmlampe mit zehn Watt und Timer, zwölf bis vierzehn Stunden am Tag, macht aus der dunkelsten Ecke einen Platz, an dem Schusterpalme oder Efeutute gesund bleiben.
Seltener als am Fenster. Mit weniger Licht verbraucht die Pflanze weniger Wasser, die Erde bleibt länger feucht. Erst gießen, wenn die oberen zwei bis drei Zentimeter trocken sind; bei Glücksfeder und Bogenhanf darf der ganze Topf durchtrocknen. Zu viel Wasser ist an dunklen Plätzen der häufigste Grund, warum eine Pflanze eingeht.
Schusterpalme, Grünlilie, Korbmarante und Nestfarn gelten als ungiftig für Katzen und Hunde. Glücksfeder, Efeutute und Bogenhanf sind giftig und gehören bei Haustieren außer Reichweite oder gar nicht ins Haus.
Quellen
Die eine für dunkle EckenSchusterpalme
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