Pflanzenporträt

Japanisches Waldgras

Schmale Halme, die alle in eine Richtung fallen, wie Wasser über eine Kante. Das Japanische Waldgras ist der Akzent für Balkon, Terrasse und Kübel: im Sommer frischgrün, im Herbst kupfern, im Winter still.

Lesezeit etwa 5 MinutenEnthält Affiliate-Links (*)

Kurz gesagt

Das Japanische Waldgras (Hakonechloa macra) wird 30 bis 40 cm hoch, steht im Halbschatten bis Schatten und braucht frischen, nie austrocknenden Boden. Im Herbst färbt es sich kupfer, im Spätwinter wird es zurückgeschnitten. Es ist winterhart, im Topf aber mit Schutz, und gehört nicht dauerhaft ins warme Zimmer. Eine Einstufung zur Giftigkeit für Katze und Hund habe ich nicht gefunden.

Steckbrief

Hakonechloa macra

Süßgras, Heimat die Berge um Hakone in Japan

Licht
Halbschatten bis Schatten; gelbe Sorten vertragen etwas mehr Sonne
Wasser
frisch bis feucht, nie austrocknen lassen; keine Staunässe
Winter
winterhart, Angaben zwischen −17 °C (bedingt) und unter −20 °C; im Topf schützen
Größe
30 bis 40 cm hoch, überhängend, langsam wachsend
Jahreslauf
frischgrün ab Frühjahr, kupfern im Herbst, Rückschnitt im Spätwinter
Katze und Hund
keine verlässliche Einstufung gefunden

Wofür es sich eignet

Räume und Gefäße

Das Waldgras ist eine Pflanze für draußen. Seine Stärke ist die Bewegung: Alle Halme fallen zu einer Seite, deshalb wirkt es am besten, wenn es über eine Kante hängen darf.

Balkon und Terrasse

Ein einzelner Kübel im Halbschatten, davor nichts. Das Gras fällt über den Rand und erzählt die Jahreszeit: hellgrün, dunkelgrün, kupfer, dann Stille. Für jeden Solitär gilt: von allen Seiten sichtbar, mit Leerraum drumherum.

Kusamono-Schale

Eine junge Pflanze passt für zwei, drei Jahre in eine flache Schale von 20 cm mit Bonsai-Substrat. Als Shitakusa neben einem Laubbaum-Bonsai zeigt es Sommer und Herbst, danach zieht es in den Kübel um.

Schattiges Beet

Unter Gehölzen und an der Nordseite des Hauses, wo wenig blüht, bringt es Bewegung. Neben dunklem Schlangenbart entsteht der klassische Kontrast aus hell und dunkel, fallend und aufrecht.

Nicht dauerhaft drinnen

Für einen Abend auf dem Tisch oder eine Woche im kühlen Flur geht es. Im geheizten Wohnzimmer fehlt ihm die Winterkälte, und es wird schwach. Drinnen übernimmt die Grünlilie die Rolle des fallenden Grases.

Pflege

So fällt es Jahr für Jahr über den Rand

Gießen. Frisch bis feucht, nie trocken. Im Kübel heißt das an warmen Sommertagen täglich, in der flachen Schale manchmal zweimal. Ein Untersetzer mit Wasser darf nicht stehen bleiben, Staunässe lässt die Wurzeln faulen.

Licht. Halbschatten bis Schatten, die Nordseite oder lichter Baumschatten. In voller Sonne verbrennen die Spitzen, vor allem bei den gelben Sorten.

Erde. Humos, locker und wasserhaltend. Im Kübel gute Kübelpflanzenerde mit einem Anteil Bims, in der Schale eine fertige Bonsai-Mischung aus Akadama, Bims und Lava, die Wasser speichert und trotzdem abfließen lässt.

Winter. Im Beet übersteht es deutsche Winter in der Regel ohne Schutz. Im Topf sind die Wurzeln so kalt wie die Luft; Penn State Extension rät für Kübelpflanzen zu zwei Klimazonen Reserve. Also: Kübel an die Hauswand rücken, mit Vlies oder Jute umwickeln und vor dem Frost durchdringend gießen.

Rückschnitt. Die trockenen Halme über den Winter stehen lassen, sie schützen den Horst. Im Spätwinter alles eine Handbreit über dem Boden abschneiden, dann treibt es frisch aus.

Teilen und Düngen. Alle paar Jahre im Frühjahr den Horst mit dem Spaten teilen, so bleibt er vital und du bekommst Pflanzen für die Schale. Im Frühjahr etwas Kompost oder Langzeitdünger, mehr braucht es nicht.

Kaufen

Waldgras, Schale und Substrat

Eine Pflanze aus der Staudengärtnerei, eine flache Schale für die ersten Jahre und das Substrat, in dem Gräser in der Schale gedeihen.

Japanisches Waldgras

Hakonechloa macra, 1 Pflanze

Überhängendes, frischgrünes Laub, 30 bis 40 cm, für Halbschatten bis Schatten. Treibt im Frühjahr neu aus und wird mit den Jahren breiter.

30 bis 40 cmwinterhart

Fertige Bonsai-Mischung

Fertige Bonsai-Mischung, 2 Liter

Akadama, Bims, Lava und Torf: speichert Wasser, lässt Überschuss abfließen und bleibt luftig. Genug für eine 20-cm-Schale.

4 Komponenten2 Liter

Woher die Angaben stammen

Pflanzenangaben stammen aus Fachquellen wie botanischen Gärten, Gartenbau-Beratungsstellen und Bonsai-Fachliteratur, Produktangaben vom Hersteller auf Amazon. Ich habe die Produkte nicht selbst getestet. An Käufen über die Links verdiene ich eine Provision; auf die Auswahl hat das keinen Einfluss.

Häufige Fragen

Fragen zum Japanischen Waldgras

Ist Japanisches Waldgras giftig für Katzen und Hunde?

Eine verlässliche Einstufung habe ich in den Fachquellen nicht gefunden, weder als giftig noch als ungiftig, deshalb steht hier keine. Katzen knabbern gern an Gräsern; wer sicher gehen will, fragt den Tierarzt oder stellt den Kübel außer Reichweite.

Wie winterhart ist Japanisches Waldgras?

Die Angaben gehen auseinander. naturadb nennt bis −17 °C und stuft es als bedingt winterhart ein, die Royal Horticultural Society gibt die Klasse H7, also hart unter −20 °C. Im Beet ist es in Deutschland fast überall sicher. Im Topf sind die Wurzeln so kalt wie die Luft, deshalb den Kübel schützen.

Kann Japanisches Waldgras im Zimmer stehen?

Nicht dauerhaft. Es ist ein Gartengras, das im Winter einzieht und die Kälte braucht, um im Frühjahr wieder auszutreiben. Im warmen Zimmer bleibt es schwach. Für ein paar Tage als Akzent auf dem Tisch geht es, danach zurück auf den Balkon.

Wann schneide ich das Waldgras zurück?

Im Spätwinter, bevor die neuen Halme kommen. Über den Winter bleiben die trockenen, kupferfarbenen Halme stehen und schützen den Horst. Dann alles eine Handbreit über dem Boden abschneiden.

Warum werden die Halme braun?

Im Herbst ist das normal: Das Gras färbt sich kupfer und zieht ein. Im Sommer heißen braune Spitzen meist zu viel Sonne oder zu wenig Wasser. Schattiger stellen und den Kübel nie austrocknen lassen.

Welche Sorten gibt es?

Neben der grünen Art vor allem 'Aureola' mit gelb-grün gestreiften Halmen und 'All Gold' in reinem Gelb. Die grüne Art ist die ruhigste und am besten für die Kusamono-Schale, die gelben leuchten im Schatten wie ein Lichtfleck.